Grundsätze der Therapie der Lunge

Damit eine Therapie wirksam werden kann, muss das eingesetzte Mittel zum „Einsatzort“ gebracht werden. Egal wie ein Medikament verabreicht wird (durch den Mund, in die Blutbahn, unter die Haut oder in den Muskel): es kann über den Blutweg im Körper verteilt werden. Dies ist ein Vorteil, da man so alle Organe  erreichen kann. Da nicht jedes Medikament an jedem Organ eine wünschenswerte Wirkung hat, sind so aber auch mögliche Nebenwirkungen zu erklären.

Die Lunge nimmt hier eine Sonderstellung ein, da mittels Inhalation viele Wirkstoffe direkt an den Wirkort gebracht werden können. So sind höhere Dosen denkbar und so können Nebenwirkungen vermindert oder sogar vermieden werden.

Die Inhalationsbehandlung ist nicht einfach umsetzbar. Um einen nennenswerten Anteil des Medikamentes in die Lunge zu bekommen, muss das Inhalat bestimmte Kriterien erfüllen. Nur so kann die Therapie erfolgreich sein.

Grundsätze der Therapie bei interstitiellen Lungenerkrankungen

Interstitielle (das Bindegewebe betreffend) Lungenerkrankungen verlaufen häufig chronisch. Vor allem die kleinen und kleinsten Atemwege sind betroffen. Vielen liegt ein Entzündungsprozeß zu Grunde.

Diese Fakten erklären, warum eine Inhalationstherapie allein oft nicht erfolgreich sein kann. Der betroffene Bereich ist auch mit gezielten Atemmannövern kaum erreichbar. Hier sind spezielle Geräte und Physiotherapie sowie systemisch einzusetzende Medikamente erforderlich.

Grundsätze der Therapie bei BO

Dies gilt besonders für die Bronchiolitis obliterans. Hier verlegt Entzündungsgewebe die besonders erkrankten Bronchien, so dass inhalativ allein eine Therapie nicht erfolgreich sein kann.