Hygiene bei Bronchiolitis Obliterans und seltenen Lungenerkrankungen

Hygiene

Für Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen wie Bronchiolitis Obliterans stellen Infektionen eine zusätzliche Belastung dar. Aus diesem Grund raten wir Ihnen dazu, in Ihrem Alltag einige Hygienemaßnahmen einzuhalten.

Hygiene im Allgemeinen

Das wichtigste für eine ausreichend gute Hygiene ist häufiges und gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife.

Üben Sie mit Ihrem Kind in die Ellenbeuge zu husten und zu niesen. Dies sorgt ebenfalls dazu, die Verbreitung von Keimen zu reduzieren.

Säubern sie regelmäßig PC/Laptops, Tablets und Smartphones. Denn diese zählen zu bekannten Übertragungsorten für Keime.

Keime

Die meisten Keime lassen sich durch die oben genannten einfachen täglichen Hygienemaßnahmen deutlich verringern. Für Kinder mit chronischen Lungenerkrankungen wie der Bronchiolitis obliterans sind Infektionen mit Pseudomonas aeruginosa  besonders schwerwiegend.

Diese Infektionen sind schwer zu behandeln, da die Pseudomonas Keime Mehrfachresistenzen gegenüber viele Antibiotika aufweisen.

Pseudomonaden sind Boden- und Wasserkeime, die in feuchten Milieus vorkommen „Pfützenkeim“). Neben feuchten Böden und Oberflächengewässern kommen diese Keime auch in Toiletten, abgestandenem Wasser in Trinkflaschen, Waschbecken, Badewasser, Pools, Luftbefeuchtern, Duschen, Spülmaschinen sowie in Beatmungsschläuchen oder Kathetern vor.

Sogar in Desinfektionsmitteln können Pseudomonas Keime überleben.

Um einer Infektion mit Pseudomonaden vorzubeugen, ist es wichtig, sich an die allgemein gültigen Hygienemaßnahmen zu halten und diese auch im Besonderen bei der Lagerung und Zubereitung von Lebensmitteln einzuhalten.

Zum Weiterlesen:

Helmholtz InstitutÄrzteblatt

Vorsicht vor Pseudomonas Infektionen

Eine Pseudomonas Infektion kann sich durchaus zu einer Lungenetzündung oder einem chronischen Infekt der Atemwege entwickeln. Der Keim weist Mehrfachresistenzen gegen Antibiotika auf und darf aus diesem Grund nicht unterschätzt werden. Man findet ihn vor allem in Trinkwasser und Leitungswasser, aber eben auch destilliertem Wasser, feuchten Oberflächen (Waschbecken, Duschen, Toiletten, Inhalatoren, Waschlappen, ).

Halten Sie deswegen bitte folgende Hygienemaßnahmen ein:

– Wasser nicht abstehen lassen, sondern zügig aufbrauchen.

– Wasserhahn vor dem Gebrauch etwas laufen lassen.

– Waschlappen nach jedem Gebrauch konsequent wechseln.

– Toilette vor dem Gebrauch einmal spülen.

Desinfektion von  Inhaltionsgeräten

Desinfizieren Sie das Inhalationsgerät nach jeder Verwendung in einem Vaporisator.

 

  1. Waschen Sie alle Teile ihres Verneblers gründlich mit Wasser ab, dabei spielt es keine Rolle ob Sie Spülmittel verwenden.
  2. Desinfizieren Sie die Teile mit Dampf (Leitungswasser) im Vaporisator.
  3. Lassen Sie das Gerät geschlossen bis Sie den Inhalator wiederverwenden (bis zu 24h).

https://www.muko.info/fileadmin/user_upload/angebote/dmt/posterpreis_2015_hohenwarter.pdf

Am Abend

Waschen und Desinfizieren Sie ihren Vernebler wie oben beschrieben.

Lassen Sie die Teile im Vaporisator über Nacht liegen und bauen Sie die Teile erst vor der nächsten Verwendung zusammen.

Einmal pro Woche

Reinigen Sie den Vaporisator (innen und außen) und die umliegenden Oberlächen gründlich mit einer Spülmittellösung und lassen Sie alles trocknen. Wischen Sie den trockenen Vaporisator nach 30 Minuten mit einem Desinfektionstuch ab (einzeln verpackt, alkoholbasiert).

ACHTUNG: Sollte nach der Desinfektion mehr Wasser als üblich im Gerät verbleiben, ersetzen Sie den Vaporisator.

Physiotherapie ist eine wichtige Säule in der Therapie der seltenen Lungenerkrankungen